Mutter hält ihr Kleinkind liebevoll im Arm

Grenzen setzen, Verbindung halten

Wie du im Alltag und in der Einschlafbegleitung klar führst, ohne Druck, Drohen oder Angst, eurer Bindung zu schaden.

Live-Online-Kurs mit Kim · 20 Plätze · 4 Abende ab Do, 29.10.2026

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Über die Warteliste kannst du dir Early Access sichern. Es gibt 20 Plätze.

Wenn Nein sagen schwerfällt

Du möchtest deinem Kind klare Grenzen setzen, ohne eurer Bindung zu schaden. Oft weißt du theoretisch, was du tun willst. Wenn dein Kind dann weint, wütend wird oder dich ablehnt, zweifelst du an dir oder gibst nach.

Erwachsene Hand hält die Hand eines Kindes
  • Darf ich Nein sagen, obwohl mein Kind dann weint?
  • Wo endet Bedürfnisorientierung und wo beginnt elterliche Führung?
  • Muss ich jeden Wunsch erfüllen, damit mein Kind sich sicher und gebunden fühlt?
  • Wie halte ich eine Grenze, wenn mein Kind wütend, traurig oder verzweifelt reagiert?
  • Warum weiß ich theoretisch, was ich tun möchte, schaffe es in der Situation aber trotzdem nicht?
  • Wie setze ich Grenzen bei langen Einschlafbegleitungen, Stillen, Tragen, Gymnastikball, ständigem Aufstehen oder „noch einmal Wasser“?

Grenzen auf drei Ebenen

Der Kurs verbindet Entwicklungspsychologie, Bindungswissen, Nervensystem und Co-Regulation, artgerecht-Prinzipien und traumasensible Elternarbeit. Damit geht er über Tipps wie „Du musst konsequenter sein“ hinaus.

Entwicklungspsychologie

Was kann ein Kind aufgrund seiner Gehirnentwicklung überhaupt leisten?

Impulskontrolle · Selbstregulation · Autonomie · Stress · Frustrationstoleranz

Beziehung und Nervensystem

Wie können Eltern gleichzeitig führen und in Verbindung bleiben?

Bindung und Autonomie · Kontakt · Co-Regulation · Orientierung und Vorhersagbarkeit · Folgen und Führen · Gefühle begleiten

Traumasensible Elternarbeit

Warum fällt es manchen Eltern trotz Wissen schwer, Grenzen umzusetzen?

Eigenes Nervensystem · automatische Stressreaktionen · Schutzstrategien · innere Anteile · Glaubenssysteme · Bindungsmuster · biografische und transgenerationale Prägungen

Kim macht diese Themen verständlich und ordnet sie ein. Ziel ist zunächst, dass du deine eigenen Reaktionsmuster erkennst und bewusster handeln kannst.

Grenzen setzen in sechs Schritten

Das ist der zentrale Ablauf des Kurses. Er nutzt unter anderem die artgerecht-Prinzipien Kontakt – Regulation – Orientierung sowie Folgen und Führen.

  1. eigene Grenze klären
  2. Kontakt zum Kind herstellen
  3. Regulation einschätzen
  4. Orientierung geben
  5. führen und handeln
  6. Reaktion begleiten

„Ein Kind darf einen eigenen Willen haben. Es darf auf eine Grenze mit starken Gefühlen reagieren. Und Eltern dürfen gleichzeitig klar führen, ihre eigenen Grenzen schützen und in Beziehung bleiben.“

Kind tanzt mit erhobenem Arm auf einem Sofa

Vier Abende, live mit Kim

An den ersten beiden Abenden geht es um die Theorie. In den beiden Praxisräumen bringst du eigene Situationen mit, und Kim wendet das Gelernte gemeinsam mit euch auf eure Fälle an.

· 20:00–21:00 Uhr 20:00–21:00 Uhr Theorie 1Kindliches Verhalten verstehen

Warum braucht mein Kind Grenzen und was passiert in ihm, wenn es eine Grenze erlebt?

Grenzen, Führung und Orientierung
warum Kinder klare Orientierung brauchen · Grenzen als Entwicklungsrahmen · Vorhersagbarkeit und Verlässlichkeit · elterliche Verantwortung · eigene Autonomie des Kindes innerhalb eines sicheren Rahmens
Bedürfnis, Wunsch und Strategie
der Unterschied zwischen Bedürfnis, Wunsch und konkreter Strategie · Bedürfnisse erkennen, ohne jeden Wunsch erfüllen zu müssen · Bedürfnisse von Eltern und Kind gleichzeitig wahrnehmen
Bindung und Autonomie
Bindung als sichere Basis · sichere Exploration · Nähe und Selbstständigkeit · warum Grenzen und Bindung zusammengehören
Gehirnentwicklung, Stress und Regulation
unreife Impulskontrolle · Co-Regulation · Selbstregulation · Toleranzfenster · Einfluss von Müdigkeit, Stress und Überreizung
Frustrationstoleranz
was Frustrationstoleranz bedeutet · wie sie sich entwickelt · Unterschied zwischen Frust und Überforderung · wie Co-Regulation den Aufbau von Frustrationstoleranz unterstützt
· 20:00–21:00 Uhr 20:00–21:00 Uhr Theorie 2Grenzen traumasensibel setzen

Wie setze ich eine Grenze klar um und was passiert dabei in meinem eigenen Nervensystem?

Eigene Grenzen und elterliche Selbstregulation
eigene Grenzen wahrnehmen · körperliche Frühwarnzeichen · eigene Tragfähigkeit · Stressreaktionen der Eltern · ausreichend reguliert bleiben, um bewusst handeln zu können
Konkretes Vorgehen beim Grenzen setzen
der zentrale Ablauf in sechs Schritten · artgerecht-Prinzipien Kontakt – Regulation – Orientierung sowie Folgen und Führen
Kommunikation
spiegeln und paraphrasieren · klare und kurze Sprache · gewaltfreie Kommunikation · Ich-Botschaften · Ja-Kommunikation · klare Ankündigungen · keine Scheinfragen · Marte-Meo-Prinzipien
Emotionen und Co-Regulation
Wut, Frust, Trauer und Protest begleiten · Gefühle dürfen da sein · Verhalten darf begrenzt werden · Verbindung halten, während die Grenze bestehen bleibt · Reparatur nach schwierigen Situationen
Schutzstrategien und Prägungen
warum Wissen allein manchmal nicht reicht · Perfektionismus · Selbstaufgabe · Harmoniebedürfnis · Kontrollstreben · Überanpassung · Härte · Rückzug · Konfliktvermeidung · Zusammenhang mit inneren Anteilen, Glaubenssystemen, Bindungsmustern sowie biografischen und transgenerationalen Erfahrungen
· 20:00–21:00 Uhr 20:00–21:00 Uhr Praxisraum 1Grenzen im Familienalltag

Bring Situationen aus eurem Alltag mit oder schick sie vorher per Mail. Kim bespricht die Fälle live.

Mögliche Themen
Zähneputzen · Anziehen · Losgehen · Essen · Süßigkeiten · Medien · Aufräumen · Schlagen · Geschwisterkonflikte · Spiel beenden · Mama-/Papa-Präferenz
Jeder Fall wird strukturiert betrachtet
  1. Was passiert konkret?
  2. Was braucht das Kind?
  3. Was ist Bedürfnis, Wunsch und Strategie?
  4. Was kann das Kind entwicklungsbedingt leisten?
  5. Wie reguliert ist das Kind?
  6. Wo liegt die Grenze des Elternteils?
  7. Wie wird Kontakt hergestellt?
  8. Welche Orientierung braucht das Kind?
  9. Wie kann die Grenze konkret formuliert werden?
  10. Wie kann die Reaktion des Kindes begleitet werden?
  11. Was wird möglicherweise im Elternteil selbst aktiviert?
· 20:00–21:00 Uhr 20:00–21:00 Uhr Praxisraum 2Grenzen in der Einschlafbegleitung

Ist die Situation tatsächlich ein Grenzenthema oder liegt ein Schlaf- oder Regulationsthema zugrunde?

Diese Frage klärt Kim zuerst, mit ihrem Wissen als traumasensible Kinderschlafberaterin.

Was eine Rolle spielen kann
Schlafdruck · Tagesrhythmus · Überreizung · Aktivierungsniveau · Entwicklungsphase · Regulationsbedürfnis · etablierte Einschlafstrategien
Mögliche Fälle
Einschlafstillen · nächtliches Stillen · Tragen · Gymnastikball · immer wieder aufstehen · noch einmal Wasser · noch einmal Toilette · noch ein Buch · Spielen statt Einschlafen · ausschließlich Mama · Papa wird abgelehnt · Körperkontakt · Eltern möchten das Zimmer verlassen

Organisatorisches

  • Live in MS Teams, den Zugangslink bekommst du per Mail
  • Alle vier Abende werden aufgezeichnet und bleiben dauerhaft abrufbar
  • Begleitbuch (Workbook) zur Reflexion und Umsetzung
  • Eigene Fälle für die Praxisräume schickst du vorher per Mail

Über Kim

Kim Poitzsch · Gründerin von Polly in Pyjamas

Kim hat Polly in Pyjamas gegründet und begleitet Familien mit einem traumasensiblen Blick auf Kinderschlaf, Bindung und Nervensystem. Dabei verbindet sie Schlafwissen mit Entwicklungspsychologie, Neurobiologie und Hochsensibilität. Im zweiten Praxisraum prüft sie bei jedem Fall zuerst, ob es um eine Grenze geht oder um Schlaf und Regulation.

  • Zertifizierte Babyschlafberaterin · Kingababy® (2020)
  • Elterncoachin · FREL® · Annegret Sperl (2023)
  • artgerecht Kleinkindcoach · Nicola Schmidt (2024)
  • Traumasensible Coachin · NI® · Verena König (2025)
  • artgerecht Trainerin · Nicola Schmidt (2026)
Kim, Kursleiterin

Was der Kurs kostet

249 €

pro Familie · begrenzt auf 20 Familien

Über die Warteliste kannst du dir Early Access sichern. Es gibt 20 Plätze.

  • 4 Live-Abende mit Kim, jeweils 20:00–21:00 Uhr
  • 2 Theorie-Termine und 2 Praxisräume mit deinen eigenen Fällen
  • Aufzeichnungen aller vier Abende, dauerhaft abrufbar
  • Begleitbuch (Workbook) zur Reflexion und Umsetzung
  • Kleine Gruppe mit 20 Familien, damit in den Praxisräumen Zeit für eure Fälle bleibt

Was ist, wenn ich an einem Abend nicht kann?

Alle vier Abende werden aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen bleiben dauerhaft für dich abrufbar, du kannst also jederzeit nachschauen.

Wie nehme ich an den Live-Abenden teil?

Die Abende finden in MS Teams statt. Die Einladung mit dem Zugangslink bekommst du direkt per Mail.

Wie reiche ich meinen Fall ein?

Du schickst deine Situation vor dem Praxisraum per Mail an kim@pollyinpyjamas.de.

Gilt der Preis für beide Elternteile?

Ja. Die 249 € gelten für eure Familie, ihr könnt beide teilnehmen.

Kann ich in Raten zahlen?

Nein, der Kurs wird einmalig bezahlt. Die Buchung läuft über Ablefy.

Der Kurs startet am 29. Oktober

Im Kurs lernst du, Bedürfnisse von Wünschen zu unterscheiden und dein Kind durch Frust und starke Gefühle zu begleiten, während deine Grenze bestehen bleibt.

Start: Do, 29.10.2026, 20:00 Uhr · 20 Plätze · 4 Live-Abende mit Kim · 249 € pro Familie

Die Anmeldung öffnet am Montag, 12.10.2026. Über die Warteliste kannst du dir Early Access sichern.

Du bekommst eine Mail, sobald du einen Platz im nächsten Online-Workshop buchen kannst. Abmelden kannst du dich jederzeit, mehr in der Datenschutzerklärung (öffnet in neuem Tab).